Die geplanten Rentenreformen ab 2026 bringen sowohl Chancen als auch neue Rahmenbedingungen für Rentnerinnen und Rentner mit sich. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit diesen Änderungen ermöglicht es Ihnen, Ihre finanzielle Strategie optimal anzupassen.

Aktivrente ab 2026: Steuerfreier Zuverdienst bis 2.000 € monatlich

Eine der bedeutendsten Neuerungen ist die Aktivrente, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Personen, die die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht haben und weiterhin arbeiten möchten, können bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen.

Diese Regelung bietet insbesondere für diejenigen eine attraktive Möglichkeit, die nach Erreichen des Rentenalters beruflich aktiv bleiben oder wieder einsteigen möchten, ohne dass ihr Zuverdienst vollständig besteuert wird.

Wichtige Details zur Aktivrente

  • Gilt ab 01.01.2026 für Arbeitnehmer im Rentenalter
  • Steuerfrei bis zu 2.000 € monatlich (24.000 € jährlich)
  • Keine neue "Rentenart", sondern eine steuerliche Begünstigung
  • Zusätzlich zur regulären Altersrente möglich
  • Kann mit anderen Rentenarten kombiniert werden

Rentenniveau-Stabilisierung bis 2031

Um die langfristige Sicherheit des Rentensystems zu gewährleisten, wird das Rentenniveau bei 48% bis 2031 stabilisiert. Das Rentenniveau gibt das Verhältnis der Renten zum Durchschnittseinkommen an und ist ein wichtiger Indikator für die Kaufkraft Ihrer Rente.

Diese Stabilisierung bedeutet, dass Rentnerinnen und Rentner auch in den kommenden Jahren ein stabiles Einkommen im Verhältnis zur allgemeinen Lohnentwicklung erwarten können. Für Ihre langfristige Finanzplanung ist dies eine wichtige Konstante, die Sie berücksichtigen sollten.

Erweiterte Mütterrente (Mütterrente III)

Eltern, insbesondere Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, erhalten ab 2026 eine erweiterte Anerkennung ihrer Erziehungszeiten. Statt bisher zweieinhalb Jahren werden nun drei Jahre pro Kind in der Rentenberechnung berücksichtigt.

Diese Änderung kann zu einer höheren Rente führen, insbesondere für Frauen, die mehrere Kinder großgezogen haben. Wenn dies auf Sie zutrifft, sollten Sie prüfen, ob Ihre Rentenbescheide entsprechend angepasst werden müssen.

Aufhebung des Anschlussverbots

Eine weitere wichtige Änderung betrifft das sogenannte Anschlussverbot. Bisher war es Rentnern nicht erlaubt, zu ihrem ehemaligen Arbeitgeber zurückzukehren. Diese Einschränkung wird ab 2026 aufgehoben, was mehr Flexibilität für beide Seiten schafft.

Wenn Sie eine Rückkehr zu Ihrem früheren Arbeitgeber in Betracht ziehen, bietet diese Änderung neue Möglichkeiten, Ihre Expertise weiterhin einzubringen und gleichzeitig Ihre Rente aufzubessern.

Anpassungen bei Sozialversicherungsbeiträgen

Ab dem 1. Januar 2026 werden auch die Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung angepasst. Die Versicherungspflichtgrenze steigt auf 77.400 € jährlich, während die Beitragsbemessungsgrenze auf 69.750 € pro Jahr erhöht wird.

Diese Anpassungen spiegeln die positive Einkommensentwicklung wider und können sich auf Ihre Netto-Rente auswirken, insbesondere wenn Sie weiterhin arbeiten und Beiträge zahlen.

Was Sie jetzt prüfen sollten

Um optimal von den kommenden Änderungen zu profitieren, empfehlen wir Ihnen, folgende Punkte zu überprüfen:

  • Ihre aktuelle Rentenart und den geplanten Rentenbeginn
  • Ob Sie derzeit hinzuverdienen oder ab 2026 arbeiten möchten
  • Ihre letzten Bescheide von der Deutschen Rentenversicherung
  • Ob die Aktivrente für Ihren geplanten Zuverdienst sinnvoll ist
  • Ihre Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung
  • Ob Sie Anspruch auf die erweiterte Mütterrente haben
  • Ihre gesamte finanzielle Situation im Ruhestand

Viele Senioren übersehen wichtige Änderungen, weil die Informationen auf mehrere Schreiben verteilt sind. Eine systematische Durchsicht Ihrer Rentenunterlagen und eine professionelle Finanzanalyse können helfen, unnötige Überraschungen zu vermeiden und Ihre finanzielle Strategie optimal anzupassen.

Professionelle Unterstützung: Unsere Finanzexperten bei Councl unterstützen Sie dabei, die Auswirkungen der Rentenreformen auf Ihre persönliche Situation zu analysieren und Ihre Finanzstrategie entsprechend anzupassen.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung zu geplanten Rentenregelungen. Verbindliche Auskünfte erteilen ausschließlich offizielle Stellen wie die Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen und Finanzbehörden. Diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung.

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